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Silvesterangst bei Hunden und Katzen

Jedes Jahr aufs Neue beginnen nach dem besinnlichen Weihnachtsfest die Sorgen um die Geräuschangst des geliebten Haustieres während der Silvesterknallerei.

Zwischen den Feiertagen kommen Patientenbesitzer häufig mit der Bitte dem Hund oder der Katze Beruhigungsmittel zu verschreiben, damit es Silvester ruhig und angstfrei überstehen kann.
Noch vor kurzer Zeit wurde Hunden und Katzen mit Geräuschangst der Wirkstoff Acepromazin (Handelsname: Vetranquil) verabreicht.

Dieses Medikament erweckt den Anschein, dass das Tier ruhig und gelassen ist. Leider ist der Hund bzw. die Katze dabei aber nur wie gelähmt und bekommt seine Umwelt trotz scheinbarer Ruhigstellung bewusst mit.

Die Folge sind zunehmende Angst und Verunsicherung beim Tier. Deshalb wird dieses Medikament in unserer Tierarztpraxis für die Angstlösung zur Silvesterzeit nicht eingesetzt.

Wir beraten Sie und empfehlen für Ihren Hund oder Ihre Katze je nach Schwere der Symptomartik den Einsatz von Pheromonen, Caseinhydrolysaten, pflanzlichen Beruhigungmitteln oder in schweren Fällen den Einsatz von Alprazolam.

Bitte beachten Sie, dass es nicht ausreicht diese Mittel am Silvestertag zu verabreichen. Mit dem Einsatz pflanzlicher Mittel und Pheromone beginnt man am besten zehn Tage vor Silvester. Das Medikament Alprazolam muss bereits zwei bis drei Tage vor Silvester gegeben werden.

In jedem Fall ist eine persönliche Beratung sinnvoll.

Beim Einsatz von Alprazolam ist es notwendig Ihr Tier in der Praxis einem Tierarzt vorzustellen.
Wir beraten Sie gern.

Ohrenpflege bei Hunden und Katzen

Gesunde stehende Hunde- und Katzenohren reinigen sich praktisch selbst. Es besteht keine Notwendigkeit solche Ohren extra zu säubern.

Herrchen oder Frauchen sollten trotzdem regelmäßig einen Blick auf die Ohren ihres Lieblings werfen. Die Ohrkontrolle übt man am besten schon beim Welpen. Man kann ein regelmäßiges Ritual einführen, welches dann anschließend mit einem Leckerchen, einer extra Schmuseeinheit oder einem Spiel belohnt wird.

Das tägliche Kontrollieren der Ohren ist besonders bei Rassen mit hängenden (bspw. Spanielrassen, Setter, Pudel) oder eingeknickten Ohren (bspw. Bulldoggen, Scottish Fold) wichtig. Durch den Luftabschluss oder enge Gehörgänge bildet sich ein feucht-warmes Milieu, in welchem Krankheitserreger mit Vorliebe gedeihen.

Eine regelmäßige Ohrenreinigung kann hier Ohrentzündungen vorbeugen.
Dazu benutzt man einen Ohrreiniger speziell für Hunde und Katzen. Diesen träufelt man reichlich in das verschmutzte Ohr und massiert anschließend sanft den Ohrgrund. Im Anschluss sollte sich der Hund bzw. die Katze ausgiebig schütteln dürfen, damit der aufgeweichte Schmutz nach draussen gelangen kann. Nun können die Ohrmuscheln mit einem weichem Tuch gereinigt werden.
Keinesfalls sollten Wattestäbchen im Gehörgang verwendet werden, da man damit den Schmutz nur noch weiter hineinschiebt.

Woran erkenne ich eine Ohrentzündung?

Wenn sich die Katze oder der Hund ständig an den Ohren kratzt, man bei der Ohrkontrolle einen üblen Geruch wahrnimmt oder vermehrt Sekret aus dem Ohr tritt, sollte man zum Tierarzt gehen.

Dieser schaut dann ins Innere des Ohres, findet die Ursache und macht ggf. einen Abstrich um bestimmte Hefepilze (Malassezien) oder Ohrmilben (v.a. bei Katzenwelpen) mikroskopisch nachzuweisen. Bei wiederkehrenden Ohrentzündungen wird ein Abstrich gemacht, der im Labor auf bakterielle Krankheitserreger untersucht wird.

In der Regel werden bei einer Ohrentzündung ein- bis zweimal täglich verschreibungspflichtige Ohrentropfen in das Ohr gegeben. Nach ein bis zwei Wochen sollte man das Ohr noch einmal vom Tierarzt kontrollieren lassen, bevor man das Präparat absetzt.

Bei schweren Ohrentzündungen braucht das Tier zusätzlich zur lokalen Behandlung ein Schmerzmittel und ggf. auch ein Antibiotikum.

Hinter sehr plötzlich auftretenden Ohrproblemen mit Schmerzäußerung und Kopfschiefhaltung in eine Richtung kann ein Fremdkörper im Gehörgang stecken. Trockene Getreidegrannen verursachen bspw. im Sommer und Spätsommer solch eine Symptomatik. Der Tierarzt kann dies leicht feststellen und wird den Fremdkörper anschließend entfernen.

Wenn der Hund oder die Katze häufig ohne erkennbaren Grund eine Ohrentzündung hat, kann auch eine Futtermittelallergie dahinter stecken.

Unser Team berät Sie gern zum Thema Ohrenkontrolle und -pflege!